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Seit über 60 Jahren für die internationalen Gäste wie eine 2. Heimat

Die Geschichte des legendären Astoria Resorts

Das traditionsreiche Astoria in Seefeld hat eine lange und interessante Geschichte zu erzählen…

Als der internationale Getreidehändler Fritz Mauthner im Jahr 1950 die Pension Britannia kaufte, wollte er-der Branchenfremde- Akzente im Tourismus setzen. Etwas Außergewöhnliches und Neues sollte es sein….

Also baute er die kleine Pension um, erweiterte sie und benannte das neu entstandene Luxushotel ASTORIA.

Schon 1953 war sein ASTORIA in aller Munde, denn es eröffnete das erste Hotelhallenbad und einen – heute würde man sagen- „Wellnessbereich“ mit finnischerSauna, Dampfbad, Massageräumen und Fitnessbereich. Die Gazetten schrieben in Ihren Gesellschaftskolumnen über dieses bahnbrechende Angebot, der Jet Set aus ganz Europa traf sich im ASTORIA, das zu einer Hotel- Legende geworden war.

Im ASTORIA Hallenbad wurden legendäre Piratenfeste gefeiert- Gäste wurden von „Piraten“  entführt, in den „Kerker“ gebracht und könnten sich dort nur durch Hochprozentiges freikaufen. Gar mancher würdige Herr ließ sich gerne verhaften, traf er doch im Kerker manch schöne Dame…und mit dem Freikaufen ließ er sich Zeit..

Zum 5 Uhr Tee mit Tanz erschien man in schickem Apres Ski Outfit, abends zeigten sich die Damen in Haute Couture  mit wertvollen Pretiosen. Besonders bemüht waren die weiblichen Gäste, wenn der Modekönig von Wien, Professor Fred Adlmüller und sein Lebensgefährte Herbert Schill, ebenfalls ein Designer der Haute Couture, gerade wieder einmal da waren.

Im Sommer lief es weniger formell,  eher war da Sport angesagt:  Wirtschaftskapitäne, Politiker und Adabeis kämpften um den Sieg bei den ASTORIA Golfturnieren und Tenniscups, nutzten dies aber bereits damals zum Networking.

Der legendäre erste Bademeister des ASTORIA, Kurt Winkler, heute  90jährig, kann darüber stundenlang erzählen!

Als Fritz Mauthner 1988 verstarb, war dieser Glamour der Nachkriegszeit mit dem Bedürfnis all das im Krieg Versäumte nachzuholen, aber bereits vorbei.

Eine neue Ära hatte begonnen, auch der Ort Seefeld hatte ein anderes Image angenommen- man suchte nach einer Neuausrichtung, heute sagt man: nach einem neuen USP.

Es wurden im ASTORIA Investitionen zur Erhaltung des Standards getätigt, im Jahr 2003 müßte das alte legendäre Hallenbad mit seinen 12 Metern Raumhöhe, in dem Generationen von Gästekindern aber auch Seefeldern das Schwimmen gelernt hatten, einem zeitgemäßen Indoor-Outdoor Pool weichen und auch die alte Saunalandschaft wurde mit Saunen verschiedenster Wärme und verschiedenstem Feuchtigkeitsgehalt ersetzt.

Konstant war, daß das Haus weiter in Familienbesitz verblieb, prominente und weniger prominente Stammgäste dem Haus die Treue hielten und sich nach wie vor altgediente, langjährige Mitarbeiter um das Gästewohl kümmerten.

2015, nach dem Tod der Ehefrau Fritz Mauthners,  übernahm Tochter Elisabeth, die 1973 den Sacher Besitzer Peter Gürtler geheiratet hatte und nach dessen Tod über 25 Jahre die Sacher Gruppe managte , das ASTORIA.

Der neue USP des Hauses sollte an das Legendäre der Vergangenheit anknüpfen, aber den neuen Bedürfnissen der durch ständige Erreichbarkeit und vom Erfolgsdruck gestressten Gesellschaft entsprechen:

Es sollte alles dazu einladen, ja verführen, sich vom Alltag zu verabschieden, in eine andere Welt einzutauchen, herunterzukommen, zu sich zu finden. Das kann nur durch eine wohltuende, ästhetische Umgebung ,  verwöhnende herzliche Menschen als kompetente und individuelle Dienstleister, eine Kulinarik auf höchster Ebene, der jeweiligen Fitness entsprechende Angebote zu körperlicher Aktivität, dem Wohlbefinden dienende Körper/Gesichtsbehandlungen und durch eine ungezwungene, familiäre Atmosphäre realisiert werden.

3 Jahre lang wurde mit den besten Designern aus Tirol, Wien und Paris am neuen Design gearbeitet, neue Mitarbeiteiter wurden insbesondere von den legendären alten „Astorianern“ unter die Fittiche genommen, neue Angebote wurden geschaffen.

Nun steht das neue ASTORIA, zwar verändert, aber wieder strahlend, eben eine moderne Legende, hoch über Seefeld und empfängt seine Gäste. Manche dieser Gäste sind- wie in der Vergangenheit- prominent, sind einer breiten Öffentlichkeit durch ihre herausragenden Leistungen in Kunst, Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft bekannt, andere sind oder wollen unbekannt bleiben.